Perspektivwechsel: Wir machen uns miteinander auf den Weg!
Tandempartner und –partnerinnen gesucht für ein diakonisches Bildungsprojekt der Evangelischen Erwachsenenbildung Karlsruhe!
„Suchet der Stadt Bestes“ schreibt Jeremia an die Weggeführten in Babel. (Jer 19,7)
In den letzten Monaten mehren sich die Anzeichen für eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich auch in Karlsruhe. Die “Tafeln” in Mühlburg und Beiertheim werden stark in Anspruch genommen und es gibt mehr und mehr Angebote für kostenlose Mittagstische. Aussagen wie die von Außenminister Guido Westerwelle, dem es darum geht, die „Faulen“ von den „Schwachen“ zu scheiden, schaffen zusätzliches Unbehagen, weil sie Armut zur persönlichen Angelegenheit erklären bzw. sie bagatellisieren oder in Misskredit bringen.
Aus Sicht der Evangelischen Erwachsenenbildung ist Armut auch ein Bildungsproblem. Dass es viele Menschen gibt, die aus biographischen Gründen nur sehr begrenzte Teilhabe an der Gesellschaft haben, erfordert das Engagement möglichst vieler Christinnen und Christen. Dazu ruft die Evangelische Erwachsenenbildung mit dem Perspektivwechselangebot im Juli-Programm 2010 auf.
Zielvorstellung
Armutserfahrene Menschen werden hier nicht als Bedürf-tige angesehen, sondern Gesprächspartner. Wir wollen eine Begegnung ermöglichen, aus der alle Beteiligten bereichert hervorgehen.
Was Sie davon haben
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Als Erwachsenenbildungerfahrene erhalten Sie: Schulung und Begleitung im Perspektivwechsel, in dem Sie Karlsruhe und die in der Stadt Wohnenden aus neuer Sicht wahrnehmen lernen.
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Als Armutserfahrene bieten wir Ihnen Kontakte zu kirchlichen und städtischen Bildungsangeboten und Gespräche mit der Perspektive sich auch untereinander zu vernetzen.
Es kommt auf Sie an! Das kommt auf Sie zu:
1. Phase der Ermutigung und der Kontaktsuche - Fünf Vorbereitungsabende mit folgenden Inhalten:
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Bildungsverständnis.
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Die gesellschaftlichen Schichten in Karlsruhe, das Gesicht der Armut, mögliche Ursachen und Lebenslagen und Reflexion des Umgangs mit armutserfahrenen Menschen.
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Information über bestehende soziale Angebote in Karlsruhe.
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Begleitung in der Entwicklung teilnehmerbezogener, niederschwelliger Angebote.
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Besuch der Arbeitsloseninitiative IKARUS und anderer kirchlicher Angebote in der Stadt.
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Kontakte knüpfen zu armutserfahrenen Menschen.
in kleinen Gruppen, in denen sich die Teilnehmenden aus ihrem Lebenslauf berichten und miteinander entwickeln, wie sie gemeinsam Zeit verbringen möchten mit Begleitung durch die Erwachsenenbildung. Begleitseminar: Alle zwei Monate Treffen in der Gesamtgruppe, Supervisionsangebot.
3. Reflexionsphase
Seminar zur Auswertung der Begegnungen.
Organisatorisches
Dauer ca. 9 Monate. Darin enthalten:
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5 Abende der Phase der Ermutigung
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½ Jahr wöchentliche Kontakte zu den TandempartnerInnen und Begleitung
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1 Auswertungsseminar
Teilnahmeplätze
mindestens 8, höchstens 12
Termine
Mittwoch, 22. und 29. September, 6., 13. und 20. Oktober 2010, jeweils 19.30 – 21 Uhr.
Kosten
Die Teilnahmegebühr entfällt. Die Kosten für Referentinnen und Referenten übernimmt die Evangelische Erwachsenenbildung. Die Tandems tragen anfallende Kosten für Veranstaltungsbesuche und Fahrtkosten.
Leitung
Prof. Dr. Isa Breitmaier und NN



